Palma de Mallorca – Seetag – Cagliari/Sardinien
– Civitavecchia/Rom – Seetag – Marseille/Provence
– Barcelona – Palma de Mallorca
Im April / Mai bin ich wieder im westlichen Mittelmeer unterwegs.
Wir werden uns – falls Sie dabei sind – auf eine regelrechte Zeitreise begeben und all das entdecken, was sich an Alltagsgeschichten von Elend, Macht und Missgunst in römischen Villen oder in überdekorierten Renaissancepalästen und Barockkirchen einst abgespielt hat.
Sardinien
Das erste Reiseziel dieser einwöchigen Tour durch das westliche Mittelmeer ist die zu Italien gehörende Insel Sardinien, die mit ihrer verkarsteten Bergwelt und den karibikatmenden Stränden schon vor fast viertausend Jahren von rivalisierenden Clans beherrscht worden ist, deren seltsam anmutende Stein- und Turmbauten (Nugharen) von dieser archaischen Zeit zeugen.
Das kantig herbe, bäuerische Sardinien war stets ein Spielball der Mächtigen Europas, die ihre steinbewehrten Zeugnisse hinterlassen haben. Wegen seiner Gold-, Silber- und Eisenvorkommen hatten bereits die Römer Sardinien im Fokus. Und im Mittelalter schließlich erkämpfte sich die reiche Handelsmacht Pisa und später der große Konkurrent Genua die jahrhundertelange Herrschaft über die Insel. Von dieser Zeit zeugen noch die zahlreichen Genuesentürme an der Küste.
Die Oberstadt von Cagliari scheint eine einzige raumnehmende Festungsanlage zu sein. Die Fassade der Kathedrale erinnert nicht nur zufällig an die des Domes von Pisa. Seien Sie gespannt!
In der Altstadt, Marina genannt, können Sie unter der Kirche Santa Eulalia den Römern aufs Dach steigen: römische Straßen und Hausmauern haben hier 2000 Jahre überdauert – und wir können das heute noch sehen!
Rom
Weiter geht es zur kleinen Hafenstadt Civitavecchia, eine Autostunde entfernt vom Sehnsuchtsort Rom, seit 1870 Hauptstadt des vereinigten Königreichs Italien. Vier Millionen Einwohner leben, arbeiten und freizeiten in und um Rom und dazu kommen noch jedes Jahr rund 15 Millionen Touristen. Allein ist man hier nie!
Rom wird die Ewige Stadt genannt, in römischer Zeit war sie die Stadt der Welt, capus mundi. Seit über 2.700 Jahren wird an dieser Stelle gebaut, gestritten, geliebt und gestorben. Jede Zeit hat hier Spuren bis heute hinterlassen: das Rom der römischen Kaiserzeit ist im Forum Romanum oder im Kolosseum noch erkennbar.
Ein antikes Bauwerk hat die zweitausend Jahre fast unverändert überstanden: das Pantheon mit der höchsten Kuppel der damals bekannten Welt.
Dieses geniale Bauwerk steckt von so vielen Geheimnissen, Anekdoten und Merkwürdigkeiten. Lassen Sie sich von der Geschichte faszinieren!
Vatikanstaat
Der Vatikanstaat mit seinen mächtigen Stadtmauern, den Museumspalästen, der Sixtinischen Kapelle und dem alles überragenden Petersdoms birgt jede Menge Geheimnisse, Überraschungen und Entsetzlichkeiten aus der Zeit der gold-, geld- und genussliebenden Renaissancepäpste und -kardinäle. Die meisten waren Sprösslinge der alteingesessenen Adelsfamilien und ließen zu jeder Zeit für ihre Familien prachtgeformte Paläste erbauen. Vor allem östlich der großen Tiberschleife findet sich ein who is who der Zeit um 1500.
Rom ist die Stadt der Brunnen und Treppen! Zwischen Kapitol und Piazza del Popolo scheint Rom in einen Überschwang eines dekorationsüberfüllten barocken Bühnenbildes getaucht zu sein. Hier in Rom liegt die Geburtskammer des barocken Baustils. Und um wenigstens einen Hauch dieser barocken Lebenskunst verspüren zu können, zieht es Tausende von Menschen täglich zum berühmten Trevibrunnen oder zur spanischen Treppe.
Marseille
Nach einem Seetag erreichen wir das Küstengebiet Südfrankreichs und erreichen die uralte Hafenstadt Marseille.
Diejenigen, die noch nie im Süden Frankreichs waren, wird Marseille ein guter Ausgangspunkt für das erste Erschnuppern der Provence sein.
Mein Vortrag dazu lautet:
Die Provence zwischen Marseille, Lavendel und Papstpalast
Marseille, vor 2600 Jahren von den Griechen als westlicher Handelsstützpunkt gegründet, weckte in den folgenden Jahrhunderten Begehrlichkeiten der wechselnden Mächte. Die zwei gegenüberliegenden Festungsbauten am Alten Hafen zeugen von unruhigen Zeiten.
Die kontrastreiche Landschaft der Provence mit ihren Gebirgskämmen und Schluchten, lieblichen Weinbergen und Lavendelfeldern ist eine alte von Römern, Burgundern und Spaniern geprägte Kulturlandschaft, die immer wieder Maler inspiriert hat.
Sowohl der finstere und wehrhafte Papstpalast von Avignon als auch die gut erhaltene alte Römer- und Bischofsstadt Arles mit den zahlreichen Sehenswürdigkeiten lassen uns in die Zeit der Römer und des mittelalterlichen Geistes eintauchen. Die Bauwerke erzählen von machtvollen Besitzern und ihren Menscheleien. Oft wars nicht anders als heute!?
Barcelona
Zum Abschluss unserer Reise ertönt nun das große Reisefinale: Barcelona!
Wir sind in der kosmopolitischen Hauptstadt des reichen und selbstbewussten Kataloniens.
Schon die Römer hinterließen hier ihre Spuren, die man heute noch unter den burgähnlichen Gemäuern des Mittelalters im Altstadtviertel rund um die gotische Kathedrale entdecken kann.
Vor allem von der weltbekannten Sagrada Familia kann man seinen Blick nicht wenden, weil die überschäumende Dekorationsfülle an Wänden, Pfeilern und Türmen testamentarische Geschichten erzählen. Im Inneren entzünden die großflächigen bunten Fenster einen geradezu metaphysischer Lichtzauber, der die Herzen berührt.
Beim Bummel durch das von der UNESCO prämierte Wohn- und Geschäftsviertel Eixample kommt man aus dem Staunen nicht heraus, weil jedes Gebäude mit seinen bilderbuchbunten Verzierungen und fröhlichen Formen an den Fassaden und auf den Dächern immer wieder anders und somit einzigartig ist.
Eines dieser verzauberten Zuckerbäckerarchitekturen ist das Hospital San Pau, und zusammen mit den betörenden Düften des dazugehörigen Gartens geht dieser Besuch direkt ins Herz.


































