Ibiza
Auf dieser Transreise von Palma de Mallorca im Mittelmeer nach Las Palmas de Gran Canaria im Atlantischen Ozean werden wir zunächst die Baleareninsel Ibiza besuchen, die seit Jahrzehnten als schicke Partyinsel mit schrägen Clubs und Bars, idyllischen Stränden und eleganten Shopping Hot-Spots bekannt ist.
Die Geschichte der Insel -vor allem die spanische Zeit- spiegelt sich in der übersichtlichen Hauptstadt Eivissa wider.
Die imposanten Stadtmauern schützten die auf einem Felssporn gewachsene Altstadt wurden zur Abwehr von Piratenangriffen errichtet, denn Eivissa war über Jahrhunderte hinweg ein Zentrum des Handels und der Seefahrt.
In der Kathedrale, die auf den Resten einer maurischen Moschee erbaut wurde, sind verschiedene Baustile sichtbar.
Es lohnt sich die gemäßigte Anstrengung bis hinauf zu den Zinnen der über der Stadt thronenden Burganlage.
Entlang der spanischen Mittelmeerküste geht es in den Süden Spaniens, nach Ansalusien.
Die Iberische Halbinsel – zwischen Abend- und Morgenland gelegen – war schon immer vielfältigen Einflüssen ausgesetzt: vor 3000 Jahren kamen die syrischen Phönizier, in der Antike die Griechen und für viele Jahrhunderte die Römer.
Nach dem Zerfall des Römischen Reiches wurde die Iberische Halbinsel im frühen Mittelalter einige Zeit von den nordgermanischen Westgoten und für viele Jahrhunderte von Arabern und Berbern beherrscht.
Und durch die Vermischung der verschiedenen Völker entwickelte sich der ganz besondere spanische Charakter.
Malaga
Malaga nennt man das Tor zu Andalusien, eine Landschaft intensivster Sinnesreize. Zum Augenschmaus wird die grüne Hügellandschaft mit den endlos scheinenden Ölbaum- und Weinfeldern; und auf den Bergspitzen thronen die weißen Dörfer Andalusiens.
Die Stadt wird von einer stark ausgebauten Maurenfestung bewacht, die bis heute Alcazaba heißt. Auch hier gehen wir wieder durch hufeisenförmige Bogenöffnungen, dem typischen islamischen Stilelement, hindurch.
In den Zeiten gewalttätiger Auseinandersetzungen musste auch die Alcazaba von Malaga durch unendlich viele Wehrtürme und mehrere Ringe hoher Steinmauern uneinnehmbar gemacht. So blieben die repräsentativen und privaten Räume einschließlich der Gärten mit Springbrunnen und Wasserläufen geschützt.
In der Nähe zum politischen Zentrum wurde in diesen Zeiten der religiöse Mittelpunkt, die Moschee, errichtet.
1492, nach der christlichen Eroberung des letzten islamischen Fürstentums von Granada wurde auch in Malaga aus der Moschee eine Kathedrale, aus dem Minarett der Glockenturm.
Die darauffolgenden Jahrhunderte haben auch hier ihre Spuren hinterlassen. Es erstaunt mich immer wieder, was Mauern, Pfeiler und Kapellen alles „erzählen“ können von Intrigenfädeleien, Höllenalbträumen und Machthändeleien.
Cádiz und Sevilla
Die beiden Städte Cádiz und Sevilla haben historisch so viel gemeinsam, dass man beide gesehen haben sollte. Mein Vortrag dazu lautet: FestungsMut, KathedralenGlanz und FlamencoStolz.
Sevilla wird als der Edelstein Andalusiens bezeichnet und ich versuche wieder mit vielen Erzählungen von einst und jetzt die glitzernden Facetten dieses Juwels zu entzaubern.
Wir werden der Frage nachgehen, was sich hinter dem Glanz der drittgrößten Kathedrale der Welt verbirgt und warum sich ein christlicher König in Sevilla seinen orientalischen Traum aus 1000 und einer Nacht erfüllen ließ.
Seien Sie gespannt!
Vielleicht bin ich auch bei diesem Ausflug dabei!?
Cádiz, von der Stadtverwaltung als die älteste Stadt Europas gewürdigt, wurde bereits vor 3000 Jahren zu einem wichtigen und immer wieder heiß umkämpften Handelsort, deshalb prägen mächtige Befestigungsbauten die Stadt.
Beide geschichtsträchtigen Orte sind durchdrungen vom Geist Andalusiens, und das bedeutet Flamenco, Sherry und Tapas.
Dazu habe ich einige Geschichten zu erzählen.
Lanzarote
Nirgends in Europa prallen die vier Elemente „Feuer, Wasser, Erde, Luft“ so dramatisch und aufregender aufeinander wie auf Lanzarote!
Eine menschenfeindliche Mondlandschaft, die wie angekokelt wirkt, erwartet uns im Timanfaya-Nationalpark, einem riesigen Lavagebiet.
Sechs lange Jahre ergossen sich vor 300 Jahren aus unzähligen Schloten glühende Lavamassen.
Führungen zeigen geothermische Spielereien: Wasser, das in Sekunden zu einer dampfenden Fontäne wird oder sich trockenes Gestrüpp wie von Zauberhand plötzlich entzündet.
Nicht alles, was Lanzarote aus Lava geformt hat, liegt an der Oberfläche. Im Nordosten der Insel verzweigt sich in der Tiefe ein weites Lavaröhrenlabyrinth von Gängen und Höhlen, die Cueva de los Verdes.
Durch eine geschickte Beleuchtungsdramaturgie und sphärischen Klängen wird dieses Naturwunder bühnenreif inszeniert.
Lanzarote als Insel der Extreme beweist, dass selbst auf schwarzem Lavaboden und geringstem Niederschlag Wein wachsen kann.
Die Reben verkriechen sich in Mulden, die von kleinen Mauern umgeben sind – eine clevere Methode, die die Pflanzen vor Wind schützt und ihnen Tauwasser zuführt.
Es gibt kaum eine Ecke auf Lanzarote, die nicht von einem Namen geprägt ist: César Manrique, dem berühmten Künstler Lanzarotes, der seiner Insel einen unverwechselbaren Charakter verliehen hat, indem er Kunst und Natur miteinander verschmelzen ließ und dafür sorgte, dass Lanzarote von überdimensionierten Bettenburgen verschont geblieben ist!
Las Palmas de Gran Canaria
Das touristische Motto für Las Palmas de Gran Canaria könnte lauten:
„In der pulsierenden zweiten Hauptstadt der Kanarischen Inseln trifft koloniales Erbe auf moderne Urbanität.
Im historischen Viertel von Las Palmas mit Kopfsteinpflasterstraßen, pastellfarbenen Häusern und ihren kunstvoll verzierten Holzbalkonen scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.“
Hier legten die Spanier um 1500 den Grundstein für ihre erste geplante Kolonialstadt auf den eroberten Kanarischen Inseln.
Die schachbrettartige Stadt ist auf einen zentralen Viereckplatz orientiert, der früher der spanischen Elite vorbehalten war.
Alle Stadtpaläste -liebevoll restauriert- waren ihrerseits wieder auf die große Kathedrale Santa Ana gerichtet, deren Baubeginn gleich nach der Eroberung der Kanaren begann.
Mehrere Jahrhunderte ruhten die Bauarbeiten; erst im 19.Jahrhundert wurde die Kathedrale von Las Palmas fertiggestellt.
Sehenswert ist ein restauriertes Stadtpalais aus der derselben Zeit, die Casa de Colon. Ob Kolumbus hier genächtigt hat, ist nicht ausschlaggebend. Das Gebäude selbst mit seinen maurischen Einflüssen und kolonialherrlichen Machtsymbolen ist für mich wie ein offenes Geschichtsbuch.






























