Ab Gran Canaria – La Gomera – La Palma – Madeira – Lissabon – Gibraltar –
Malaga – Cartagena – Valencia – An: Palma de Mallorca
Auf meine erste AIDA-Reise im neuen Jahr freue ich mich sehr wegen des großen Spektrums der Destinationen. Anfangs werden wir auf mächtigen Atlantikwellen von Las Palmas auf Gran Canaria zu den beiden grünen Kanarenschwestern La Gomera und La Palma gertragen.
Sehr empfehlen möchte ich Ihnen am Anreisetag einen Altstadtbesuch von Las Palmas. Es gibt so viel zu sehen und zu bestaunen.
Wenn Sie mehr dazu wissen wollen, hinterlassen Sie im Gästebuch eine Nachricht. Gerne schicke ich Ihnen noch mehr Infos. *
Wir bleiben im kanarischen Archipel und steuern als erstes Reiseziel die Insel La Gomera an, die wilde, grüne Insel mit Pfiff!
Vor 11 Millionen Jahren „entstieg“ die Vulkaninsel La Gomera dem Meer und wurde seitdem von Wind und Wasser regelrecht zernagt: eine stark zerklüftete, grüne Bergwelt. In handylosen Zeitaltern haben sich die Bergbewohner in einer ausgefeilten Pfeifsprache über Täler und Schluchten hinweg „unterhalten“ können.
La Palma
La Palma, die grünste und jüngste der sieben kanarischen Vulkanschwestern, versetzte die Inselbewohner 2021 in Angst und Schrecken. Sieht man sich diese schwarzen „Teppiche“ an, wird man das Gefühl nicht los, auf einem anderen Planeten gewesen zu sein. Überhaupt haben die brodelnden Tiefen unseres Planeten phantastische Landschaftsformen geschaffen. Auch dazu werde ich auf dem Schiff noch Spannendes zu erzählen haben.
Wie auch auf den anderen kanarischen Inseln wurden die Ureinwohner von den spanischen Eroberern weitestgehend ausgelöscht und zur Machtdarstellung wurden prachtvolle Bauten errichtet. Und um diese vergangene Konquistadorenherrlichkeit in überschaubarer Konzentriertheit bewundern zu können, bietet sich das kleine Städtchen Santa Cruz de La Palma bestens an. So zum Beispiel die Kathedrale mit ihrer von maurischen Kunsthandwerkern prachtvoll gearbeiteten Mudéjardecke.
Madeira
Wir gleiten weiter auf Atlantikwellen weiter nordwärts zum blütenbunten Sehnsuchtsort Madeira. Diese kleine Felseninsel im Atlantischen Ozean wurde für die meerwärts orientierten Portugiesen zum ersten Etappenziel des einmal weltumspannenden portugiesischen Weltgewürzreiches.
Madeira punktet nicht nur durch seine überschäumende Blüten- und Pflanzenpracht, sondern auch durch seine aufregende Geschichte. Kirchen, Adelssitze und Festungsbauten „erzählen“ von Geheimnissen, Zufällen und Absurditäten zwischen Zuckerglanz und Rebensüße. Es wird spannend!
Madeira leidet nicht unter Regenmangel, so dass auch hier die abfließenden Wasser eine schroff und wild zerfressene Bergwelt mit mystischen Lorbeerwäldern hinterlassen hat. Ein Kuriosum auf Madeira sind nicht nur die Korbschlittentaxis in Monte, sondern auch die unendlich vielen offenen Wasserleitungen, die Levadas, im Gebirge.
Und warum es auf dieser portugiesischen Insel immer noch „very british“ zugeht, werden Sie erfahren, wenn Sie zu mir zur Ocean Lounge kommen. Mein Vortrag heißt: „Madeira – Blütenduft und süßes Gold“.
Lissabon
Richtig portugiesisch geht’s natürlich in der Hauptstadt Lissabon zu, wo wir sogar über Nacht bleiben. Die Kreuzfahrtschiffe liegen in der Regel direkt unterhalb der mächtigen Maurenburg mit der sackgassenverwinkelten und ungemein romantischen Altstadt Alfama. Und nur hier gehen die schmerzerfüllten Sehnsuchtsklänge des portugiesischen Fados richtig unter die Haut und berühren das Herz.
Die Stadtlandschaft Lissabons verteilt sich heute auf mehr als sieben Hügeln und ist deshalb von unzähligen Treppen, verspielten Jugendstil-Fahrstühlen und quietschenden Straßenbahnveteranen gekennzeichnet. Es wird also sportlich!
Die Entdeckung des Seeweges nach Afrika und Asien katapultierte Portugal um 1500 zur reichsten Gewürznation der damals bekannten Welt. Und vom damit einhergehenden Zeitgeist „erzählen“ die Portale, Pfeiler und Mauern des Hieronymusklosters von Belem, einem Vorort von Lissabon. Diese gigantische Klosteranlage ist wirklich einmalig, weil König Manuel I. – der reichste Herrscher um 1500 – die Berichte und Übertreibungen der Kauf- und Seeleute der Welt zur Kenntnis geben wollte, um somit im europäischen Mächteranking weiter nach oben zu rutschen.
Kunsthandwerker sollten das Erzählte plastisch in Stein hauen, um den Menschen die fremde arabische und indischen Welt vorstellbar zu machen: so finden wir heute exotische Früchte, Blätter und Tiere, aber auch Muscheln, Seilknoten und Anker an Säulen, in Kapellen und im Kreuzgang des Klosters.
Das Erlebnis Lissabon wird abgerundet durch die verführerischen kleinen Puddingtörtchen, die pastéis de nata. Und was diese kleinen Verführungen mit der Geldnot der portugiesischen Krone im 19.Jahrhundert zu tun haben, erfahren Sie neben den vielen Stadtgeheimnissen in meinem Vortrag „Lissabon – urbane Harmonie mit Fadoklang“!
Gibraltar
Im zweiten Teil dieser wechselvollen Reise geht es weiter zur spanischen Mittelmeerküste.
Die Iberische Halbinsel – zwischen Abend- und Morgenland gelegen – war schon immer vielfältigen Kultureinflüssen ausgesetzt: vor 3000 Jahren kamen die syrischen Phönizier, in der Antike die Griechen und für viele Jahrhunderte die Römer. Nach dem Zerfall des Römischen Reiches wurde die Iberische Halbinsel im frühen Mittelalter einige Zeit von den Westgoten und für viele Jahrhunderte von Arabern und Berbern beherrscht.
Und durch die Vermischung der verschiedenen Völker entwickelte sich die ganz besondere spanische Grandezza.
„Wenn sich zwei streiten, freut sich der Dritte“ – nach diesem Motto kam der Kalksteinfelsen an der Meeresenge von Gibraltar zwischen Europa und Afrika 1704 an das Vereinigte Königreich. Und very british geht es deshalb bis heute hier zu.
Auf dem Felsen hocken die wilden Berberaffen und im Felsen befinden sich Tropfsteinhöhlen, Tunnelanlagen und bunkerähnliche Gewölbe. Der Felsen ist der reinste Schweizer Käse.
Mit dem abgeräumten Gesteinsschutt schuf man an der Küste etwas mehr Staatsfläche und konnte dort sogar einen eigenen Flughafen mit Landbahn errichten.
Die Grenzanlagen zwischen spanischem und britischem Staatsgebiet wirken etwas skurril und erinnern an den Checkpoint Charlie in Berlin.
Auf Gibraltar haben sich wirklich eine Menge Kuriositäten angesammelt.
Man sollte es mal gesehen haben!
Malaga
Malaga nennt man das Tor zu Andalusien, eine Landschaft intensivster Sinnesreize. Zum Augenschmaus wird die grüne Hügellandschaft mit den endlos scheinenden Ölbaum- und Weinfeldern; und auf den Bergspitzen thronen die weißen Dörfer Andalusiens.
Malaga wird von einer stark ausgebauten Maurenfestung bewacht, die bis heute Alcazaba heißt. Heute noch kann man durch ein hufeisenförmiges Stadttor aus maurischer Zeit schreiten. Dahinter wartet allerdings eine unerwartete Überraschung!
Und erst in der mächtigen Kathedrale, in der Jahrhunderte ihre Spuren hinterlassen haben, erstaunt es mich immer wieder, was Mauern, Pfeiler und Kapellen alles „erzählen“ können von Intrigenfädeleien, Höllenalbträumen und Machthändeleien.
Seien Sie gespannt, denn Malaga ist mehr als ein Eis-Genuss!
Cartagena
Cartagena, wurde bereits von den nordafrikanischen Karthagern an einer von mächtigen Bergen umschlossenen Bucht als „Neu-Karthago“ gegründet.
Dieser strategisch überaus günstige Ort wurde mit immer weiteren Festungsbauten geschützt, so dass sich hier bis heute der wichtigste Marinestützpunkt Spaniens befindet.
Die größte Sehenswürdigkeit ist das römische Theater. Die alten Steine haben hier wilde Verfolgungsjagden, obszöne Streitigkeiten auf der Bühne und Publikumszänkereien auf den Rängen erlebt. Davon werde ich berichten!
Valencia
Dieser architektonische Edelstein an der spanischen Mittelmeerküste liegt inmitten einer mehr als zweitausend Jahren künstlich bewässerten grünen Gartenlandschaft.
Als das Königreich Valencia und vor allem seine Bürger durch das Seidenmonopol reich wurden, sollte diese neue Bedeutsamkeit auch gezeigt werden: Kathedrale, Seidenbörse und Stadttore stellten das für alle sichtbar zur Schau.
Das Sahnehäubchen einer Stadterkundung wird sicherlich der kulinarische Genuss spanischer Leckereien in der jugendstilverspielten Markthalle sein.
An jedem Donnerstag um 12.00 Uhr tagt vor der Kathedrale das tausend Jahre alte Wassergericht. Eine Tradition, die jede Woche viele Menschen anzieht.
Und das alte Flussbett wird mit seinem überquellenden Grün und den sensationellen Bauten der Moderne für verblüffte Gesichter sorgen.































